Im Gespräch mit Ulli, ein der Gründerinnen der children shelter foundation...

 

Kennt ihr das Gefühl, wenn man an einem Ort ist und man weiß man ist richtig. So ist es mir heute ergangen, als ich und Maria die Ehre hatten mit einer der Gründerinnen der children shelter foundation und der guten Seele des Hauses namens Jarm zu abend zu essen.

Wir wurden zu einem besonderen dinner in Tamarind garden geladen, welches ein Non Profit Business ist, das den students die Möglichkeit gibt ihre Skills im Bereich Gastronomie und Service zu perfektionieren. Viele werden sich jetzt bestimmt das denken, was mir anfangs selbst auch durch den Kopf schwirrte: italienisches Restaurant in Thailand? Als ich die Pizza bestellte und aß, muss ich persönlich gestehen, dass diese zu einer der besten zählt, die ich jemals aß. Also heißt es wiedermal, danke Vorurteil es war wie immer nicht sehr hilfreich, dich zu hören.

 

Zuerst hatte ich geplant Ulli (eine der zwei Gründerinnen) um ein Interview zu bitten und habe einige Fragen vorbereitet, aber wie das meist so ist, wenn man auf einer Wellenlänge schwingt, fühlen sich vorgegebene Fragen eher an wie ein Korsett und meist sollte man den Dingen einfach seinen Lauf lassen und loslassen, damit es die Richtung annimmt die es sollte und so war es und ich habe persönlich viel gelernt und gleichzeitig einen wunderbaren abend mit den besonderen Menschen verbringen dürfen.

 

Die Foundation wurde 2006 von Ulli, die gebürtig aus Deutschland kommt und Joy, welche direkt aus Thailand stammt gegründet. Diese beiden Frauen haben sich bei der Arbeit für eines anderes soziales Projektes kennen gelernt und entschieden, mit der children shelter foundation eigene Wege zu gehen und Kindern aus den Bergvölkern Nord- Thailands und Myanmar Unterstützung für Zukunftsperspektiven zu bieten.

 

In Thailand ist die Schere zwischen Arm und Reich sehr groß. Daraus ergibt sich natürlich, dass die Gleichberechtigung für Grundbedürfnisse des Alltags bis hin zur Ausbildung vieler Menschen nicht gegeben ist. Ulli und Joy haben sich zum Grundsatz gesetzt mehr Gerechtigkeit zu schaffen und Kindern eine Perspektive zu bieten, denn so kann nicht nur einem Menschen geholfen werden, sondern der gesamten Familie.

 

Mir persönlich ist die Kommunikation nach außen und die online Präsenz, besonders ins Auge gestoßen. Hier geht es nicht darum die Identität oder gar die Geschichte der einzelnen Kinder als Aushängeschild zu verwenden, nein diese wunderbaren Menschen fungieren eher als helfende Hand für ein Leben, wo die Kinder selbst entscheiden dürfen, welchen Weg sie wählen und deren Entscheidungen nicht durch Schicksale beschränkt werden. Denn wenn wir uns darauf fokussieren, ist es im Prinzip keine Leistung die wir erbracht haben, wo wie und wann wir geboren werden. Es ist etwas das wir nicht beeinflussen können. Um so wunderbarer ist es, wenn es Menschen gibt, die dieses Schicksal dazu wandeln, dass es durch die Liebe und Fürsorge und Möglichkeiten die man ihnen entgegenbringt unwertender macht, wo man das Licht der Welt erblickt.

 

Es gibt sechs verschiedene Bergdörfer genannt „tribes“, die meist ihre eigene Sprache sprechen und es ihnen somit erschwert überhaupt mit Menschen zu kommunizieren, wenn sie ihren Bereich verlassen. Das macht die Weiterentwicklung natürlich schwierig und auch nach ein paar Gesprächen mit den Kindern habe ich bemerkt, dass ein Satz den ich sehr oft vernommen habe war:

„Am Anfang hatte ich meist nicht den Mut, mit Menschen die ich nicht kenne zu kommunizieren und dann noch gar aus anderen Ländern. Aber die Zeit in joy´s house und der children shelter foundation gab mir die Möglichkeit und den Mut und nun schau Lisa ich spreche mit dir.“

 In solch einem Moment überseht sich mein gesamter Körper mit Gänsehaut, weil einem bewusst wird was die Arbeit dieser wunderbaren Menschen bewirkt. Sie gibt den Kindern nicht nur ein zu Hause, eine Familie, sondern mitunter das wichtigste was man im Leben haben kann Selbstbewusstsein und somit die Möglichkeit zu erkennen wie wunderbar man selbst eigentlich wirklich ist und was zuerst unmöglich schien einfach geschieht.

 

Desto mehr Kindern in den Bergdörfern und Myanmar geholfen werden kann, desto mehr Weiterentwicklung wird natürlich auch in ihren Heimatdörfern geben, wenn sie diese wieder besuchen. Gleichzeitig muss es ja auch für die Eltern wunderbar sein, wenn sie erkennen wie glücklich ihr Kind ist und das sie sich um dieses keine Sorgen mehr machen müssen. Wie wenn man einen Impuls setzt, der viele Wellen schlägt und wenn ich weiterhin darüber nachdenke und schreiben würde, würden mir glaub ich noch viele weitere Aspekte entdecken.

 

Eine der Headlines was mir persönlich auch sehr present geblieben ist, war das Ulli meinte, dass viele Thailänder eine große Faszination für die Materie Haar empfinden und das es daher eventuell viele Menschen geben würde, die sich dafür interessieren würden, damit arbeiten zu können. Diesen Funken werde ich in mir bewahren und ich glaube er wird sehr wegweisend für mich sein. Es haben sich einige neue Kontakte aufgetan, um einen weiteren Schritt zu gehen, aber darüber möchte ich euch alsbald mehr berichten.

 

Jetzt heißt es für mich einen besonderen Dank an Ulli und Jarm auszusprechen, dass sie mir einen so großen Einblick in deren Arbeit gegeben haben und mir alleine in dieser kurzen Zeit viel Neues für mein eigenes Leben und vor allem für Herz mit Schere gelehrt haben. 

www.tamarindgarden.com

www.children-shelter.de 

© 2017 | Lisa Maria Matzner

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